Wollen Innovation vorantreiben: Robert Jänisch (l.) und Andreas Bell

Meistens steht Bob nur regungslos herum. Doch wenn Robert Jänisch, Co-Founder und Geschäftsführer von IOX Lab, Kunden zeigen möchte, was sein Startup eigentlich macht, dann erweckt er Bob zum Leben. Der humanoide Roboter, den IOX Lab aus hunderten 3D-Druckteilen zusammengesetzt hat, repräsentiert die Vision des Unternehmens: mithilfe von Industriedesign, Elektrotechnik, Sensorik und IoT Künstliche Intelligenzen zu erschaffen – und das innerhalb kürzester Zeit. 

[contentad2 keyword=“adsensegs2″ align=“left“]Jänisch gründete IOX Lab vor drei Jahren, als er auf Messen und Konferenzen merkte, dass die meisten Ideen nur in PowerPoint-Präsentationen existierten. „Es gab nichts zum Anfassen“, erinnert er sich. Daher lautet auch der Leitsatz seines Startups: „Make things, not slides.“ IOX Lab verspricht, aus einer Idee innerhalb von 30 Tagen einen Prototypen zu entwickeln. „Es geht nicht darum, in einem Monat ein fertiges Produkt zu haben, sondern den Anfang zu machen und in eine Lernkurve zu kommen“, sagt Jänisch.

So baute das Startup beispielsweise ein mit dem Internet verbundenes Mückenspray, das in einer Steckdose steckt, per App gesteuert werden kann so ganze Häuser von Insekten befreien soll. Ein anderes Projekt ist der C-Ring: Ein Gerät, das an Laternen befestigt wird, das Verkehrsaufkommen sowie die Feinstaubbelastung misst und nebenbei noch als WLAN-Hotspot fungiert.

„Die Technologie ist da, jetzt müssen wir nur das beste aus ihr machen.“

Um intelligente Prototypen bauen zu können, arbeiten bei IOX Lab Industriedesigner und Elektrotechnik-Ingenieure mit Software- und Cloud-Experten zusammen. „Es ist ein bunter Mix aus Leuten, jeder ist für seinen Teil zuständig und am Ende läuft alles in einem Produkt zusammen“, sagt Jänisch. Seit der Gründung konnte IOX Lab mehr als 30 Prototypen entwickeln und seine Toolbox, mit der die verschiedensten Prototypen entstehen, immer weiter ausbauen. 2016 kam mit Andreas Bell ein weiterer Co-Founder hinzu. Neben den operativen Aufgaben bei IOX leitet er die Digital Products Group in Düsseldorf, mit der die beiden Gründer in Ideen investieren, die IOX Lab später technisch umsetzen kann. 

Selbst hat IOX Lab aber kein Fremdkapital aufgenommen. Man wolle organisch wachsen, sagt Jänisch. 2017 konnte das Startup circa eine Million Euro Umsatz machen. Im Oktober vergangenen Jahres gewann es den Gründerpreis NRW. „Der IoT-Markt ist nach wie vor riesig und super spannend“, sagt Jänisch. Viele große Industrieunternehmen hätten auch die Ideen in der Schublade, aber nicht das Know-how, sie umzusetzen. Dort sieht Jänisch das Erfolgsrezept seines Startups. „Es ist ein bisschen wie mit dem Internet im Jahr 1999. Die Technologie ist da, jetzt müssen wir nur das beste aus ihr machen.“

Bild: IOX LAB